Freitag, 19. Juli 2019

Revisionsschacht die Zweite

Kurz darauf rief uns noch einmal die Gemeindemitarbeiterin an. Es sei vorhin der Bauleiter da gewesen. Sie habe ihn auf die Schachtproblematik hingewiesen, er meinte das könne nicht sein. Es sei alles wie geplant umgesetzt worden. Er sei extra nochmal zur Baustelle gefahren und habe bestätigt: es ist alles in Ordnung, jedes Grundstück hat seinen Schacht.
Das hat uns dann doch sehr stutzig gemacht. Weil genau das ja nunmal nicht der Fall ist. Also haben wir uns hingesetzt und unsere Pläne angeschaut. Und siehe da: Auf den Plänen vom Wasserverband, noch bezogen auf die Druckentwässerung, ist die Grundstücksgrenze zwischen uns und dem Nachbarn um drei Meter zu uns versetzt. Laut diesem Plan würde der Schacht also noch auf dem Nachbargrundstück sitzen!

Haben die jetzt einen falschen Plan oder wir ein kleineres Grundstück? Am nächsten Tag habe ich direkt beim Wasserverband angerufen. Man konnte mich gleich „dem Eckgrundstück“ zuordnen. Man wisse um die Problematik und es gebe wohl wirklich einen falschen Plan. Man wisse nur nicht, woher der komme. Wenn der Schacht aber wirklich auf unserem Grundstück sitzt, dann wird der versetzt werden. Na endlich! Erleichterung machte sich breit. Später rief nochmal der Bürgermeister an, der noch nichts wusste. Er habe nur von der Gemeindemitarbeiterin gehört, dass laut dem Planer der Schacht gar nicht auf unserem Grundstück wäre. Das Grinsen konnte man bei den Worten heraushören. Umso erfreulicher war es für uns, als wir ihm erklärten dass WIR das Problem erkannt haben und laut Wasserverband auch eine Fehlplanung vorliegt. Da war er erstmal baff. Gut so. Naja, wir wurden dann eingeladen den folgenden Donnerstag an der Baubesprechung vor Ort teilzunehmen. Das wollten wir auch wahrnehmen, um sicherzugehen, dass der Schacht auch wirklich versetzt wird und nicht aufgrund der ominösen Höhenverhältnisse vielleicht doch da bleiben soll. Es gab vor Ort direkt eine Entwarnung vom Bauleiter, der Schacht wird auf alle Fälle versetzt. Super.
Dann standen wir zusammen mit dem Bürgermeister und dem Bauleiter vor den Grundstücken. Und was sagt der Bauleiter?

„Also dann setzten wir den Schacht (zum nördlichen Nachbarn!) einfach drei Meter weiter nach Norden, dann ist der nicht mehr auf ihren Grundstück“! Der Bürgermeister nickte zufrieden.

Halt Stop! Den Schacht brauchen wir doch! Es geht doch um den an deren zum Westnachbarn! Der liegt falsch. Wenn die den Nordschacht versetzen, hat der Nordnachbar zwei Schächte, wir einen und der Westnachbar gar keinen.

Da haben sie erstmal geguckt. Achso, um die Grenze geht es?! JA geht es !! Oh man, zum Glück waren wir mit vor Ort. Jetzt hat man also endlich begriffen welcher Schacht wo zu sitzen hat (Hoffentlich).

Ein netter Bauarbeiter fragte in unserer Anwesenheit noch, ob denn der Schotter für die Baustraße auch im Wendehammer gelegt werden soll. Nach kurzem Überlegen hat man darauf „Ja“ geantwortet. Wie gnädig, dass wir eine Zufahrtsmöglichkeit zu unserem Grundstück erhalten  ;)


Wir beten mittlerweile, dass der Rest der Erschließung geklappt hat, es kommen uns ernsthaft Zweifel bei dieser geballten Kompetenz...




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